HYPNOTHERA  PRAXIS
Fachpraxis für Gesundheitsprävention

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Ängste und Sorgen

Ängste gehören einerseits zum Leben, - andererseits nehmen sie nicht selten aber Ausmaße und Formen an, die Leben einschränken und Leid verursachen. Solche Ängste, die dann Anlass für Beratung oder Psychotherapie geben, können sehr verschieden sein: übermäßige Sorgen und Befürchtungen vor vielen verschiedenen Dingen (fluktuierende Angststörung) oder als Angst vor ganz bestimmten Situationen oder Objekten (Phobien). Bei starker Ausprägung geht Angst oftmals mit körperlichen Erscheinungen einher (z.B. Atemnot, Herzrasen, Schwitzen) bis hin zu Panikattacken, in denen körperliche Symptome so überwältigend erlebt werden, dass Todesangst entsteht. Angsterzeugende Situationen werden verständlicherweise vermieden, was aber in der Folge oft zu erheblichen Problemen führt und außerdem ein natürliches Abklingen der Angst verhindert.

 

Bei Angststörungen hat sich die Hypnose als sehr  wirkungsvoll und effektiv erwiesen - aufgrund der oft relativ schnellen Entlastung wird Hypnose besonders oft bei der Vorbereitung auf terminierte Herausforderungen nachgefragt, z.B. bei Prüfungsangst, Lampenfieber oder Flugangst.

Ein grundlegendes Prinzip der Hypnose ist es, problematisches Erleben zu verbinden mit Stärken und Ressourcen, die ein Klient mitbringt. Diese Vorgehensweise hat sich auch bei Arbeit mit Angst bewährt. Dazu werden zuerst Ressourcen gesucht, die auch in der Art zu dem gewünschten Ergebnis passen und diese Ressourcen in einer Trance intensiv mit allen Sinnen erlebt und so verankert, dass dieses Erleben von z.B. Stärke, Sicherheit und Gelassenheit abrufbar wird.

 

Aus diesem Erleben heraus wird die angstmachende Situation ebenfalls in der Vorstellung erlebt und dabei die Erfahrung gemacht, dass die Angst ausgehalten werden kann und dabei kleiner wird; die Erfahrung von Kontrolle und Selbstbestimmtheit. Ein solches mentales Training hat fast den gleichen Effekt, wie wenn man die Situation schon einmal real erlebt hat. (Diese Art Vorbereitung wird auch als effektives Training im Hochleistungsbereich eingesetzt, z.B. bei Sportlern und Musikern).

 

Oft reicht ein solches Vorgehen aus, um die Vermeidung zu beenden und die Angst auf ein gesundes Normalmaß zu schrumpfen - manchmal auch nicht. In solchen Fällen hat die Angst, die in einer aktuellen Situation empfunden wird, oft eine alte Geschichte. Dann wird es wichtig, zu verstehen, warum es einmal Sinn gemacht hat, in einer bestimmten Situation Angst zu empfinden. Man kann heute dieses alte Geschehen verarbeiten und dieser Angst, die einmal wichtig war, ihren angemessenen Platz einräumen und sich von ihr verabschieden. Das kann z.B. so aussehen, dass sich eine Gefühlslage aus einem konkreten Anlass mit einer eher zufälligen Lebenslage verbindet (z.B. einem Flug) - und sozusagen daran haften bleibt. In solchen Fällen ist der Weg, diese Verbindung aufzudecken und sie wieder zu lösen.

 

Diese Vorgeschichten sind in der Regel nicht bewusst, sonst wären sie nicht erst zu einem dauerhaften Problem geworden. Hier können hypnotische Analyse (z.B. ideomotorische Befragung durch nicht bewusst gesteuerte, unwillkürliche Körpersignale) helfen, diese Zusammenhänge bewusst und dadurch einer Bearbeitung zugänglich zu machen.